Erste Schritte mit dem Navi - hauptsachegegenwind.de

Mit kleinen Schritten zum Ziel

Aller Anfang ist schwer. Auch für Satellitenempfänger.

Mein erstes Gerät war das alte gelbe Garmin etrex.

 

Ich bin mit Buch und GPS vor meiner Haustür angefangen. Ein graues Display und ein kleines Männchen, für mich ist es Mr. Garmin, schauten mich an.

 

Ein paar Schritte, Mr. Garmin bewegt sich und hinterlässt eine Spur. Ich laufe eine kleines  Stück und speichere die Strecke. Und dann der Spur hinterher, siehe da, wenn Mr. Garmin nicht von Strich abweicht, stehe ich wieder vor meiner Haustür.

So weit so gut.

Mit dem Rad habe ich in der zweiten Stufe eine meiner Trainingstouren abgefahren, aufgezeichnet und gespeichert. Dann wieder aufgerufen damit Mr. Garmin mir den Weg zeigt.

Das wiederum war zunächst nicht so einfach.

Vor lauter Wegpunkte sah ich die Route nicht mehr, sie war auf Zwergengröße geschrumpft.

 

Nach der Lösung dieses Problems ist es erst einmal gewöhnungsbedürftig, Mr Garmin zu folgen. Es empfiehlt sich jedenfalls eine bekannte Strecke zu nehmen damit man ein Gefühl bekommt, wann die "Kurve voraus" kommt. Nach ein, zwei Touren hinter Mr Garmin hatte ich den Dreh heraus. 

Die nächste Herausforderung stand an: eine am PC erstellte Route erstens zu Übertragen und dann auch noch abzufahren.

Zunächst klappte gar nichts. Die Software wollte mein Gerät nicht erkennen. Nach langem Kampf die glasklare Lösung: ich hatte das Kabel falsch am GPS montiert.

Man kann ja so blöd sein.

 

Ist ein Problem gelöst, folgt das nächste: die Route hat zu viele Wegpunkte. Auch gut, da wusste mein Programm aber einen Rat: man kann die zu vielen Wegpunkte einfach reduzieren.

 

Endlich hatte ich die erste Route im Gerät, ein schönes Wochenende war angesagt, los ging es. Von Albachten nach Coesfeld und über Dülmen zurück sollte es gehen. Diesmal hatte ich mir extra ein unbekanntes Terrain ausgewählt, also Straßen von der Karte genommen, die ich noch nicht kenne. Das funktionierte auch Prima, endlich habe ich mich in Coesfeld nicht mehr verfahren.

 

Hinter Coesfeld hatte ich auf der Karte einen Weg abseits der Bundesstraße gefunden. Allerdings in der wirklichen Welt war das kein Weg, ich stand plötzlich vor einem Feld. Da hat wohl der Kartenschnitt wie ein Weg ausgesehen. Als Optimist hatte ich mir gar keine Karte mehr mitgenommen, da war guter Rat teuer. Ich habe einfach die Anzeige auf 800 m im Gerät gestellt, konnte so am Displayrand meine Route immer sehen und habe sie angesteuert. auch ohne Karte wiedergefunden.

Inzwischen sind Mr. Garmin und ich gute Freunde geworden und fahren nur noch zu zweit.

Manchmal allerdings macht mein Mr. Garmin schon etwas früh schlapp, das erzähle ich in der nächsten Ausgabe.

 

 

Übrigens: wem das Probieren zu lange dauert, der sollte ein zur Navithek kommen. Wir helfen gerne.