Gerätetest Gamin Montana - hauptsachegegenwind.de

Garmin Montana 600

Gesten am 14.03.2014 ist das Garmin Montana vom ADFC Bremen für zwei Wochen bei mir eingetroffen. Schon an der Dimension des Kartons konnte ich erkennen, was auf mich zukommt.

Der erste Eindruck dann auch: sehr groß und auch sehr schwer. Wer beim Rennrad auf jedes Gramm achtet, der wird einen Schreck bekommen. Das Display hat die Größe eines mittleren Smartphones. Hinter den Kulissen ist auch der Akku dem eines Handys sehr ähnlich. Es besteht die Möglichkeit, diese zu entfernen und dann das Gerät mit drei AA Batterien zu betreiben. Da der Akku fast leer war, habe ich es erst einmal über Nacht aufgeladen.

Am Samstagmorgen dann den Fahrradhalter montiert. Auch eine andere Dimension, läßt sich aber fast werkzeugfrei montieren. Dann zu Fuß das Routing zu einem bekannten Wegpunkt ausprobiert. Da ich die Einstellungen nicht vorgenommen hatte, ging es auf Luftlinie. Dann die Einstellungen vorgenommen und eine erste Route wurde berechnet. Der Kompaß allerdings sprang schon mal etwas unmotiviert in alle möglichen Richtungen. Vielleicht muß ich da noch etwas einstellen.

Bild: Das Cockpit

Heute die erste kleine Radtour zur Mitgliederversammlung mit meinem Liegedreirad. Das große Display ist sehr schön zu erkennen, der Track wird, sobald man auf „Los“ klickt gut angezeigt. Sie Sonne schien leider heute nicht, deswegen kann ich noch nicht sagen, wie es bei starker Sonneneinstrahlung aussieht. Bei der Rückfahrt mit Licht ist es auch sehr gut zu erkennen. Schwierigkeiten habe ich noch mit der Ansteuerung der Geocaches. Wenn ich nach „Ankunft am Ziel“ für die letzten Meter den Kompass anschalte, spielt dieser häufig etwas verrückt, obwohl zweimal neu kalibriert habe.


In der Woche nach der Mitgliederversammlung habe ich das Gerät immer mal wieder auf meinem Arbeitsweg mitgenommen. Am Donnerstag mit Spätschicht hatte ich dann endlich volles Sonnenlicht. Leider überzeugte da das Display nicht so ganz. Bei dem Preis hätte ich mehr erwartet.

Die Betriebsdauer des Akkus ist mit 16 Stunden etwas großzügig angegeben. Bei meiner Fahrt zur Mietgliederversammlung war ich 3 ½ Stunden ohne Beleuchtung aber mit immer wieder neuen Routing zu den einzelnen Döschen auf dem Hinweg unterwegs und mit Licht im Dunkeln ca. 45 Minuten zurück und danach war der Akku zu 80% leer. Mit drei AAA Batterien habe wir das Gerät nicht ausprobiert.

Auf unserer Testtour am Samstag den 22.03.2014 ging das Gerät dann von Hand zu Hand. Das Gewicht (mit Akku habe ich 275 g gemessen) überraschte zunächst alle Teilnehmer. Der Fahrradhalter läßt sich entgegen den anderen von Garmin bisher angebotenen Haltern sehr gut und schnell von einem Rad zum nächsten wechseln. (Für einen schnellen Tausch oder die Ausleihe von Geräten ist der Fahrradhalter für die Etrex-, Oregon- und Dakota- sind unpraktisch). Beim Radfahren stört die Größe des Gerätes nicht, sondern wird als Vorteil gesehen. Zum Wandern und Geocachen ist es etwas unhandlich. Bis zur 10 m Marke vor den Koordinaten sicher prima, zur Suche in der Hand allerdings unpraktisch. Da ziehe ich weiterhin lieber mit dem alten Etrex los.