Gerätetest Garmin Oregon 650t - hauptsachegegenwind.de

Garmin Oregon 650t

 Ich habe seit heute dem 14.04.16 ein Garmin Oregon 650t für drei Wochen zum testen bei http://www.pocketnavigation.de/navithek/ ausgeliehen. Das Ausleihprozedere ist etwas umständlich. Der Versand ist zügig. Am 09.04.2016 bestellt und am 14.04.2016 war das Paket da.

Schön verpackt ist das Gerät bei mir angekommen. Es sieht aus wie ein Neugerät. Zum ersten Mal habe ich ein Oregon in der Hand. Fühlt sich sehr schwer an. Die Küchenwaage zeigt:  225 g ist es schwer. Mein Dakota 20 wiegt 175 g.

Enttäuschend ist die Displaygröße. Statt die ganze Fläche auszunutzen wird durch den breiten Rand viel verschenkt. Die benutzte Fläche des Displays ist 4 cm breit und 6,5 cm hoch. Bei meinem Dakota 20 ist es 3,7 cm breit und 5.5 cm hoch.

Ähnlich wie beim Montana muß ich mich erst einmal an die Bildschirmeinteilung gewöhnen und die von mir häufig benutzten Funktionen auf die erste Seite bringen.

 


Am Computer angeschlossen, das gewohnte Bild der Garmin-Ordner.

Ordnerstruktur

Auch auf der SD-Karte befindet sich ein Garmin-Ordner, so dass auch dort Tracks gespeichert werden können.

Ordnerstruktur_SD

Ein Gewinn, besonders für den Urlaub, da die SD-Karten-Speicher ja nicht mehr so viel kosten.

Ordnerstruktur_SD

Im direkten Vergleich Oregon und meinem Dakota 20 schneidet meine alte Dame nicht  schlecht ab.

Die Satelliten werden gleich schnell gefunden. Das Leihgerät hat auf der SD-Karte die Freizeitkarte, ich nutze bei meinem Dakota die OpenFietsMap. Beide Geräte haben am ersten Tag gleich gut oder schlecht geroutet.

Das Display wirkt gößer

Obwohl das Display nicht viel größer ist als beim Dakota, entsteht der Eindruck, das man einen wesentlich größeren Kartenausschnitt am Lenker hat.

Mit der OpenFietsMap sieht das Display meiner Meinung nach heller aus.



Entäuscht bin ich von der Akkuleistung.

 Mitgeliefert wurde der Akkublock.Bereits nach kurzer Zeit waren die Akkus schon halb leer. Meine beiden Mitradlerinnen, die auch noch relativ neu das Oregon besitzen, bestätigten dies. Die Envelop-Akkus halten im normalen Betrieb nur höchstens fünf Stunden.  

Mit dem  Dakota kann ich meistens zwei Radtouren von 5 Stunden mit einer Akkuladung betreiben. Und dies auch, wenn ich nicht nur einem Track hinterher fahre.

Auf Empfehlung einer Internetseite habe ich mir die Polarcell-Akkus gekauft und ausprobiert. Damit läuft das Gerät länger. Da ich es nicht im Dauerbetrieb testen konnte, kann ich keine genaue Stundenzahl angeben.

Das Routing

Am zweiten Tag bin ich nach Havixbeck gefahren oder habe mich dort „verführen“ lassen. Da waren die beiden Geräte sich nicht immer einig. An einer Stelle in Havixbeck wollten sie mich aber Beide auf einen von mir schon bekannten nicht vorhandenen Feldweg schicken.

Beim Oregon habe ich an diesem Tag für das Routing (ich habe mir am Gerät Anhand von Geocaches eine Route zusammen gestellt) die Option „Tourenrad“ gewählt. Beim Oregon steht noch die Option „Fahrrad“ und "Mountainbike"  zur Verfügung. 

Sehr große Unterschiede konnte ich nicht feststellen. Wählt man die Option „Mountainbike“ bekommt man häufig hier bei uns im flachen Münsterland die „schönere“ Route. Im Mittelgebirge für den Tourenradler und dem Rennradler aber bitte nicht benutzen.

Positiv ist das die Adresseingabe wesentlich verbessert wurde. Bei meinem Dakota und auch bei einem Montanamodell ist es nur nervig. Beim Testgerät war die Eingabe des Landes, der Stadt (auch Umlaute stehen zur Verfügung) kein Problem.

Geocaching

Das Gerät ist für uns Döschensucher gut geeignet. Ein wenig Umständlich ist immer noch die Anwahl der Beschreibung und der Tipps. Ich bekomme es immer nur hin, wenn man am Cache angelangt ist und dann wieder auf das Geocachingsymbol klickt. Vielleicht kennt ja jemand noch einen besseren Weg. Das Übertragen der Daten ist wie beim den Etrex- oder den Dakotageräten kein Problem.

Fazit

Das Oregon ist ein Fahrradnavigationsgerät das für viele Ansprüche geeignet ist. Wer gerne mit verschiedenen kostenlosen Karten experimentiert wird immer wieder auf ein Garmingerät zurück greifen. Auch als Geocacher greift man immer noch lieber zu ein Garmingerät . Wer allerdings eine Sprachausgabe wünscht, wird  auch vom Oregon enttäuscht.


Hier noch etwas zum Zubehör. Obwohl das Dakota oder das Oregon beide nicht zu den Rennradlernavis gehören, ist das verbinden mit einem Trittfrequenzzähler und dem Herzfrequenzzähler möglich.

Mein alter Trittfrequenzsensor GSC10 und mein Herzfrequenzbrustgurt wurde ohne Probleme vom Gerät erkannt wird.

Die Ersteinrichtung beim Forerunner und beim Edge 750 hatte dagegen Nerven gekostet.

Die Kamera im Gerät ist nach meiner Meinung besser als ihr Ruf. Am Gerät selbst sehen die Bilder verschwommen aus. Auf den Computer gezogen (sie liegen in dem Ordner DCIM wie bei jeder Digitalkamera) fällt der Verglich mit meiner einfachen Kamera nicht schlecht aus.



Gänsebrunnen Albachten aufgenommen mit dem Oregon

Gänsebrunnen Albachten aufgenommen mit einer Digitalkamera


Startbildschirm Oregon

Starbildschirm Dakota